Banksparplan im Vergleich

Auf dem Finanzmarkt sind zahlreiche Geldanlageformen vorhanden. Eine davon ist der Banksparplan. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Geldanlage, bei der man in regelmäßigen Abständen eine bestimmte vereinbarte Summe in den Banksparplan einzahlt. Diese Abstände kann man flexibel festlegen. Banksparpläne können monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich bedient werden. Allerdings muss man sich auf eine Zahlweise festlegen und diese dann auf Dauer beibehalten.


Die Vorteile des Banksparplans

Banksparpläne sind meistens auf den ersten Blick nicht gerade mit besonders attraktiven Zinsen ausgestattet. Dieser Eindruck täuscht jedoch. Je länger man diese Geldanlageform in Anspruch nimmt und regelmäßig Beiträge einzahlt, desto interessanter wird die Verzinsung. Die Zinsen werden nicht an den Sparer ausgeschüttet, sondern werden regelmäßig dem Sparvertrag zugeschlagen, sodass ein nicht unerheblicher Zinseszinseffekt entsteht.

Gleichzeitig ist der Banksparplan eine besonders sichere Anlageform. Der Kapitalerhalt ist dabei in keinster Weise gefährdet. Das Kreditinstitut legt die Sparbeiträge ausnahmslos in völlig risikofreien Geldanlagen an, sodass Verluste nicht möglich sind. Allerdings bezahlt man diese hohe Sicherheit natürlich auch mit gewissen Einbußen bei der Rendite.

Die Nachteile des Banksparplans

Der Zinssatz an sich ist beim Banksparplan nicht besonders hoch, denn die hohe Gesamtrendite ergibt sich vor allem aus dem Zinseszinseffekt. Dies bedeutet, dass der Banksparplan als kurzfristige Geldanlage kaum geeignet ist. Gerade beim Einstieg sind die Zinssätze besonders niedrig und steigen nach Ablauf bestimmter Zeitspannen langsam an. Zudem ist diese Form der Geldanlage nicht besonders flexibel. Da sie sich erst dann wirklich lohnt, wenn man lange einzahlt, sollte sie nicht kurzfristig abgebrochen werden. Zudem muss der vereinbarte Sparrhythmus eingehalten werden.

Zielgruppe des Banksparplans

Prinzipiell sind Banksparpläne für jeden geeignet, der Geld für die spätere Zukunft zurücklegen möchte. Beispiele für die Einsetzbarkeit des Banksparplans sind:

  • Altersvorsorge: Der Banksparplan kann aufgrund des enormen Zinseszinseffektes eine schöne Rente für später ergeben.
  • Kurzfristige Altersvorsorge: Auch Personen, die nicht mehr lange bis zur Rente haben, können diese Geldanlage nutzen. Auch wenn zwar der Zinseszinseffekt nicht mehr so stark greifen kann, lohnt sich die Anlage, da die Abschlussgebühren im Vergleich zu Rentenversicherungen & Co. sehr niedrig sind.
  • Ansparung für ein Haus: Wer bereits in jungen Jahren damit beginnt, in einen Banksparplan einzuzahlen, kann später über eine beachtliche Summe für einen Hausbau oder ähnliche Pläne zurückgreifen.

Der Riester-Banksparplan

Der Riester-Banksparplan funktioniert prinzipiell genauso wie normale Banksparpläne. Der Unterschied liegt darin, dass der Riester-Banksparplan vom Staat gefördert wird. Dadurch erlangt diese ohnehin attraktive Geldanlageform einen zusätzlichen finanziellen Vorteil für den Sparer. Der Riester-Banksparplan ist besonders für Sparer mittleren Alters empfehlenswert. Jüngere Sparer sollten eher auf die Wohn Riester Förderung zurückgreifen. Der Riester-Banksparplan ist zudem sicher vor Pfändungen und vor Hartz IV.

Der VL-Banksparplan

Banksparpläne können auch als VL-Banksparplan genutzt werden. Arbeitnehmer können ihre monatlichen vermögenswirksamen Leistungen in diese Geldanlage einzahlen. Leier erhält man dafür keine staatliche Förderung. Allerdings eignet sich der Banksparplan perfekt für Personen, die die Arbeitnehmersparzulage ohnehin nicht erhalten würde, sich aber nicht für unsicherere Varianten wie Fondssparpläne interessieren. Wer für die Arbeitnehmersparzulage förderberechtigt ist, sollte sich jedoch an eine andere Geldanlage halten, da sie sonst die staatliche Förderung verschenken würden.


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